Montag, 20. Mai 2019


Punkrock Ikone Patti Smith kämpft gegen Hater auf Instagram

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12 Mai 2019 08:00 Uhr

  • über dts Nachrichtenagentur

    Instagram

    Foto Quelle:über dts Nachrichtenagentur

Washington: Die US-amerikanische Rocksängerin und Schriftstellerin Patti Smith wehrt sich gegen Hater auf ihrem Instagram-Account. "Wer in meinen Kommentarspalten rach- oder streitsüchtig wird, dem schreibe ich, dass ich sie lösche", sagte Patti Smith der "Welt am Sonntag", "auf meinem Instagram-Account bedeutet Meinungsfreiheit nicht, dass jeder dort Wut und Hass auf andere ausspucken kann. Sowas erlaube ich nicht."

Sie selbst habe sich lange nicht für soziale Medien interessiert. Das änderte sich erst, als ihre Tochter sie darauf aufmerksam machte, dass andere Menschen sich auf Instagram für sie ausgaben "und auf ihren Accounts sehr seltsame Dinge behaupteten", erzählt die 72-Jährige. "Die einzige Art dagegen vorzugehen war, meinen eigenen, offiziellen Instagram-Account zu eröffnen." Sie sei zufrieden damit. "Mir gefällt daran, dass jene Eindrücke, die ich poste, Gedanken zu Andrei Tarkowski oder Antonin Artaud, die Leute zu beruhigen scheinen oder ihnen Trost spenden. In den sozialen Medien ist der Ton oft sehr harsch, es gibt rachsüchtige Stimmen." Sie halte soziale Medien für gefährlich, man solle sich von all diesen schrillen, hasserfüllten Stimmen nicht abschrecken und entmutigen lassen, das seien nur einzelne Stimmen, sie stünden nicht für ein großes Ganzes. Manche, die Häme und Hass verbreiten, stellten sich aber als Stimme des Volkes dar, sagte die US-Künstlerin. "Die Trump-Administration macht das, dabei gibt sie nur die Stimme von Trump wieder. Und Trump kümmert sich nur um eines - sich selbst. Er sieht sich als eine Art König. Er ist eher ein Diktator-König", so Smith. Er habe gar keine Ahnung, wer das Volk sei. "Wenn ich morgens aufwache und die ersten Nachrichten höre, macht mich das jedes Mal regelrecht krank. Trump macht mich rasend, ich schäme mich für ihn, er ist mir peinlich und ich bin wütend", sagte sie der Zeitung.

dts Nachrichtenagentur
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