Freitag, 24. M├Ąrz 2017


Schwester von Martin Schulz findet Hype "unheimlich"

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19 M├Ąrz 2017 06:00 Uhr

  • ├╝ber dts Nachrichtenagentur

    Martin Schulz

    Foto Quelle:├╝ber dts Nachrichtenagentur

Berlin: Kurz vor der Wahl von Martin Schulz zum SPD-Vorsitzenden warnt dessen ├Ąltere Schwester Doris Harst vor allzu hohen Erwartungen im Bundestagswahlkampf. "Es ber├╝hrt mich, welche Hochachtung mein Bruder nun erf├Ąhrt. Das ist schon gigantisch", sagte Harst der "Welt am Sonntag": Manche Erwartungen seien aber auch "├╝bermenschlich. Es ist ja schon etwas unheimlich, diesen Schulz-Hype zu erleben. Ich hoffe, das l├Ąsst mit der Zeit etwas nach. Martin ist ja auch nur ein Mensch".

Die Bundestagswahl am 24. September sei "noch l├Ąngst nicht gewonnen, bis zum Einzug ins Kanzleramt ist es noch eine ganze Strecke", sagte Harst, die im rheinischen W├╝rselen lebt und dort seit ├╝ber 30 Jahren f├╝r die SPD im Stadtrat sitzt: "Aber ich bin sicher, dass wir das schaffen." Wenn Schulz ein Ziel habe, "dann steuert er es konsequent an". Nat├╝rlich hoffe sie, dass ihr Bruder Bundeskanzler werde, auch wenn er daf├╝r privat viel aufgeben m├╝sste: "Aber es war ja schon bisher eine gro├če Leistung meiner Schw├Ągerin, ihn zu begleiten und aufzufangen, die Karriere meines Bruders so mitzutragen - zumal sie ja gar nicht gern im Mittelpunkt steht und die ├ľffentlichkeit meidet. F├╝r all das kann er dankbar sein, und ist es auch. Die beide, Martin und Inge, haben ja ein ganz inniges Verh├Ąltnis." Als klar geworden sei, dass Martin Schulz Kanzlerkandidat und SPD-Vorsitzender wird, "hat uns das nat├╝rlich die Sprache verschlagen", sagte Harst: "F├╝r eine Sozialdemokratin wie mich ist es eine riesige Ehre, dass mein Bruder Nachfolger von Willy Brandt und anderen beeindruckenden Pers├Ânlichkeiten wird." Zu Weihnachten 2016 habe man ├╝ber die m├Âgliche Kanzlerkandidatur geredet. "Martin hat weder gesagt, dass er es machen wird, noch dass er es nicht machen wird", sagte Harst. Als ├Ąltere Schwester sorge sie sich immer um den j├╝ngeren Bruder: "Ich habe Angst, dass die Medien ├╝ber ihn herfallen, wenn er mal ein falsches Wort sagt. Da muss er h├Âllisch aufpassen. Au├čerdem hoffe ich, dass er die Kandidatur k├Ârperlich durchh├Ąlt." Als Kanzler, prognostizierte Harst, "w├╝rde Martin gegen├╝ber Herrn Trump stark auftreten. Er hat ja keine Angst, das ist das Gute an ihm. Tritt ihm jemand auf die F├╝├če, l├Ąsst er sich das nicht gefallen." Harst sagte, sie sch├Ątze Kanzlerin Angela Merkel (CDU), "aber ich glaube, ihre Zeit ist vorbei. Sie hat das Land etwas eingelullt, das bricht nun auf. Mir tat Frau Merkel schon etwas leid, als ich sah, wie sie neben Herrn Seehofer ihre Kandidatur erkl├Ąrt hat. Da wirkte sie angestrengt und ausgepowert."

dts Nachrichtenagentur
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