Dienstag, 25. Februar 2020


Vanessa Nakate kann Wirbel um ihre Person etwas Positives abgewinnen

Umweltpolitik

05 Februar 2020 11:23 Uhr

Kampala: Die ugandische Klimaaktivistin Vanessa Nakate kann dem Wirbel um ihre Person im Zusammenhang mit einem Foto, das sie beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos Ende Januar gemeinsam mit vier anderen Aktivistinnen, darunter Greta Thunberg, zeigt, im Nachhinein etwas Positives abgewinnen: Die Nachrichtenagentur Associated Press hatte daraufhin eine Version des Gruppenbildes verbreitet, aus dem Nakate herausgeschnitten war, was weltweit zu heftiger Kritik und Rassismusvorwürfen führte. "Es hatte jedoch auch etwas Gutes", sagte Nakate dem "Zeitmagazin". Sie wünsche sich, "eine Stimme der Klimabewegung zu sein".

Sie wolle "dafür sorgen, dass mehr Menschen gehört werden, die sich für das Klima einsetzen, aber keine große Plattform haben", so die Klimaaktivistin weiter. Sie habe deshalb Anfang Januar die Bewegung "Rise Up" gegründet. "Damals war das noch ein unrealistischer Traum. Niemand kannte mich. Heute ist das anders", sagte Nakate. Ihre Familie unterstütze sie bei ihrem Aktivismus, mache sich aber auch Sorgen: "Als die Sache in Davos passierte, habe ich ihnen das gar nicht erzählt", so die ugandische Klimaaktivistin. "Ich wollte nicht, dass sie meinetwegen traurig sind oder Mitleid mit mir haben. Dann aber ist das alles explodiert. Die ganze Welt hat darüber berichtet, und natürlich haben sie es mitbekommen", sagte Nakate dem "Zeitmagazin".

dts Nachrichtenagentur
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