Donnerstag, 17. Oktober 2019


Europa Behörde prüft Verbesserung des Brandschutzes bei Reisebussen

Reisen / Urlaub

11 Juli 2019 20:19 Uhr

Leipzig (ots) - Auf europäischer Ebene wird derzeit geprüft, wie der Brandschutz von Reisebussen weiter verbessert werden kann. Das teilte das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) dem MDR-Magazin "Umschau" mit. "Bei der Prüfung geht es unter anderem Evakuierungsmöglichkeiten, Sicherheit von Kraftstoffbehältern und Rauchgas", informiert das Bundesministerium. Dabei sollen auch die Erkenntnisse des tragischen Unfalls vom 3. Juli 2017 auf der Bundesautobahn A9 bei Münchberg (Oberfranken) in die Diskussion miteinbezogen werden. Damals waren 18 Menschen in Flammen gestorben. Nachdem die dafür zuständige Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen (UNECE) Verbesserungsvorschläge erarbeitet hat, würden die Mitgliedstaaten der UNECE über sie entscheiden. Die Entwürfe für die Änderungen der entsprechenden UN-Regelungen sollen nach Auskunft des BMVI bis Oktober 2020 vorliegen.

Die Brandschutzstandards in Fernbussen denen im Flug- und Bahnverkehr anzugleichen, hatte Siegfried Brockmann im MDR-Magazin "Umschau" gefordert. Er ist Leiter der Unfallforschung der Versicherer im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Das betrifft u.a. die Brennbarkeit von Sitzen und Evakuierungspläne. Ein Test des GDV nach dem Busunglück am 3. Juli 2017 hat gezeigt, dass die Evakuierung eines voll besetzten Reisebusses durch eine Tür rund drei Minuten dauert. In dieser Zeit sollten die Sitze nicht in Flammen aufgehen. Das gewährleisten aber weder die aktuellen und noch die ab 2020 gültigen Brandschutznormen nicht. Das ergaben Tests von Bundesanstalt für Materialforschung (BAM) und der Unfallforschung der Versicherer. "Umschau" Dienstags, 20.15 Uhr, MDR-Fernsehen mdr-aktuell.de | facebook.com/mdraktuell

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