Dienstag, 26. September 2023


Nur 18 Tage Urlaub für deutsche Arbeitnehmende: Wunsch nach Vier Tage Arbeitswoche groß

Reisen / Urlaub

08 Mai 2023 16:49 Uhr

  • 70 Prozent der Arbeitnehmenden in Deutschland leiden laut Expedia an Urlaubsmangel. / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/9696 / Die Verwendung dieses Bildes für redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingung

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München (ots) - Auch nach der Pandemie ist das Gefühl des Urlaubsmangels bei den Deutschen groß. 70 Prozent der Bundesbürger:innen empfinden ihre arbeitsfreie Erholungszeit als nicht ausreichend. Das geht aus der neuen Vacation Deprivation-Studie* des Online-Reisebüros Expedia hervor, die jährlich die Urlaubsgewohnheiten von Arbeitnehmenden weltweit untersucht. Dabei stehen den deutschen Beschäftigten jedes Jahr im Schnitt 28,3 Urlaubstage zur Verfügung. Doch die Nettozeit, die für Reisen, Urlaub und Erholung bleibt, ist deutlich geringer. Jede:r zehnte Arbeitnehmende in Deutschland war der Expedia-Umfrage zufolge so stark vom Arbeitgebenden eingespannt, dass einige Urlaubstage einfach nicht genommen werden konnten. Vier Urlaubstage blieben 2022 im Bundesdurchschnitt ungenutzt. In den vergangenen fünf Jahren gab es keine größere Diskrepanz zwischen erhaltenen und genommenen Urlaubstagen. Arbeitskräftemangel erschwert Urlaubsplanung 56 Prozent der von Expedia befragten Deutschen bestätigen, dass die Urlaubsplanung vor allem aufgrund des aktuellen Arbeitskräftemangels zunehmend zu einer Herausforderung wird. 20 Prozent empfinden ihren Arbeitsplatz als personell unterbesetzt, 26 Prozent sprechen von einem Arbeitskräftemangel in ihrer Branche. Auch die Zeit zwischen zwei Urlauben wird tendenziell länger: Während in der Vacation Deprivation-Studie aus dem Vorjahr nur 30 Prozent angaben, dass sie maximal alle sechs Monate Urlaub nehmen, sind es in der aktuellen Studie bereits 41 Prozent. Private Erledigungen schmälern das Urlaubskonto um 20 Prozent Im Schnitt 5,6 Tage - das sind knapp 20 Prozent des durchschnittlichen Jahresurlaubs - gehen zudem für private Termine, Pflichten und Projekte wie die Pflege von Angehörigen, Arztbesuche oder den Hausbau drauf. Besonders viel ihrer freien Zeit investieren Eltern: 58 Prozent nutzen allein mindestens drei ihrer Urlaubstage, um die Kinder im Fall von Krankheit oder Schul- bzw. Kindergartenschließungen zu betreuen. Netto dreieinhalb Wochen für Urlaub und Erholung Die im Schnitt 18,3 verbleibenden Urlaubstage werden von deutschen Arbeitnehmenden vor allem für Urlaubsreisen genutzt. So haben nur 24 Prozent laut Expedia-Umfrage ihren letzten Urlaub "auf Balkonien" verbracht. Mehr als drei Viertel sind verreist, 29 Prozent sogar international. "Eine Abwechslung vom Alltag tut nicht zuletzt auch der eigenen Arbeitsmoral gut", sagt Expedia-Sprecherin Susanne Dopp. "In unserer Umfrage geben 78 Prozent an, nach einer Urlaubsreise generell eine positivere Einstellung zum Job zu haben, 77 Prozent fühlen sich motivierter." Vier-Tage-Woche stößt auf großes Interesse Da ist es auch nicht überraschend, dass 62 Prozent der Arbeitnehmenden bei Aussicht auf mehr Urlaubstage einen Jobwechsel in Betracht ziehen würden. Für Arbeitgebende, die auf der Suche nach neuen Mitarbeitenden sind, könnte zukünftig auch die Vier-Tage-Woche eine wichtige Rolle spielen. Vier von fünf Arbeitnehmenden in Deutschland zeigen großes Interesse an dem neuen Arbeitszeitmodell. 24 Prozent würden die dadurch gewonnene Zeit für weitere Urlaubsreisen nutzen, 35 Prozent würden an den zusätzlich freien Tagen ihren privaten Terminen nachgehen - um den Urlaub dann tatsächlich für das zu nutzen, wofür er gedacht ist: Erholung und Abwechslung vom Arbeitsalltag. Reiseplanung ist herausfordernd So ist der Wunsch nach Urlaubsreisen weiterhin groß. Nur 9 Prozent der Arbeitnehmenden in Deutschland geben in der Expedia-Umfrage an, dass sie aufgrund der wirtschaftlichen Lage dieses Jahr weniger Urlaub machen möchten. Der Großteil (82%) plant genauso viele oder sogar mehr Reisen zu unternehmen als im vergangenen Jahr. Eine zunehmende Herausforderung stellt jedoch teilweise das große Urlaubsangebot dar. Etwas mehr als die Hälfte der Befragten (57%) sieht sich dem Recherche- und Planungsaufwand, den eine Reisebuchung erfordert, nicht gewachsen. 56 Prozent fühlen sich durch den Zwang, ein gutes Angebot zu finden, zusätzlich gestresst. "Gerade wer an die Ferienzeit gebunden ist oder ein bestimmtes Budget einhalten will, muss sich heutzutage mit einem gewissen Vorlauf um den Urlaub kümmern", sagt Susanne Dopp von Expedia. "Es gibt aber mittlerweile einige Tools, die die Reiseplanung erleichtern. Expedia-Mitglieder können beispielsweise die Preise für bestimmte Flugverbindungen von unserer App beobachten lassen. Wenn sich der Preis ändert, sendet die App automatisch eine Push-Benachrichtigung, sodass man in einem günstigen Moment zuschlagen kann. Es ist also nicht mehr erforderlich, die Flugpreise aktiv zu überprüfen. Das übernimmt in diesem Fall die Expedia-App für einen."** Mehr Infos unter: https://www.expedia.de/stories/vacation-deprivation-studie-2023-arbeitnehmende-weltweit-leiden-an-urlaubsmangel/ * Die Vacation Deprivation-Studie von Expedia untersucht jährlich seit dem Jahr 2000 die Urlaubsgewohnheiten und Work-Life-Balance von Arbeitnehmenden weltweit. Die aktuelle Umfrage wurde unter 14.527 Befragten in 16 Ländern in Nordamerika, in Europa und im asiatisch-pazifischen Raum vom 9. Februar bis 3. März 2023 von Northstar Research Partners im Auftrag von Expedia durchgeführt. In Deutschland wurden 1.002 Erwachsene befragt. "Vacation Deprivation" bedeutet auf Deutsch so viel wie "Urlaubsmangel" oder "Urlaubsentzug" und beschreibt das Gefühl von Unzufriedenheit und Stress, das Menschen empfinden können, wenn sie zu wenig Urlaub haben oder nicht in der Lage sind, Urlaub zu nehmen. ** Die Funktion "Preisbeobachtung" steht nur für Expedia-Mitglieder in der Expedia-App zur Verfügung.

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