Samstag, 19. Januar 2019


Hackerangriff: Bayerns Innenminister kritisiert Krisenkommunikation

Internet

07 Januar 2019 09:59 Uhr

  • über dts Nachrichtenagentur

    Joachim Herrmann

    Foto Quelle:über dts Nachrichtenagentur

München: Nach dem großangelegten Hackerangriff auf Daten von Politikern und Prominenten hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) Kritik am Krisenmanagement der zuständigen Behörden geübt: "Ich bin erstaunt, wie das kommuniziert wurde - das war verwunderlich", sagte Herrmann am Montag in der "Bild"-Sendung "Die richtigen Fragen". Im Daten-Skandal steht das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in der Kritik. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte für Montag ein Treffen mit BSI-Präsident Arne Schönbohm und BKA-Präsident Holger Münch angekündigt.

Herrmann forderte in der "Bild"-Sendung gleichzeitig Aufklärung: "Das BSI muss darlegen, welche Information es wann hatte - und was unternommen worden ist." Der bayerische Innenminister will in Zukunft härter gegen Hacker vorgehen: "Wir haben eine sehr lockere Betrachtung von Hackern - als sei es eine Art Volksport, andere Informationen zu hacken. Das ist kriminell und entsprechend muss konsequent gegen solche Hacker vorgegangen werden." Herrmann geht davon aus, dass hinter der Hacker-Attacke ein Einzeltäter steht: "Vieles spricht dafür, dass es sich um einen einzelnen Hacker handelt." Der CSU-Politiker ist zuversichtlich, dass man den Täter stellen wird: "Ich denke die Chancen sind groß, dass der Hacker gefasst wird. Garantiert ist es nicht."

dts Nachrichtenagentur
dienews.de Newsletter anmelden und Gutscheine sichern