Sonntag, 23. Februar 2020


Steuerzahlerbund kritisiert Regierung f├╝r Nutzung von Windows 7

Computer

21 Januar 2020 10:25 Uhr

  • ├╝ber dts Nachrichtenagentur

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    Foto Quelle:├╝ber dts Nachrichtenagentur

Berlin: Der Steuerzahlerbund kritisiert, dass dem Bund erhebliche Mehrkosten durch die Verwendung des Microsoft-Betriebssystems Windows 7 in Bundesministerien und -beh├Ârden entstehen. "Ob es sich um Softwarel├Âsungen f├╝r die Finanzverwaltung handelt oder um die desastr├Âse Konsolidierung der Bundes-IT: Vor allem bei IT- und Softwarema├čnahmen sind Bund und L├Ąnder schon h├Ąufig negativ aufgefallen", sagte Verbandspr├Ąsident Reiner Holznagel dem "Handelsblatt". Offensichtlich lerne die Bundesregierung nichts aus ihren Fehlern.

"Deshalb fordere ich, dass gerade beim Thema IT, das elementar wichtig f├╝r die Digitalisierung der Bundesverwaltung ist, darauf geachtet wird, dass sie professionell, einheitlich und effizient gemanagt wird." Hintergrund ist, dass Microsoft seit dem 14. Januar keine kostenlose Unterst├╝tzung mehr f├╝r Windows 7 anbietet. Auf mindestens 33.000 PCs l├Ąuft jedoch zum Stichtag nach Angaben des Bundesinnenministeriums statt des neuen Betriebssystems Windows 10 weiterhin die alte Software. F├╝r das "Extended Security Update"-Programm, mit dem Ministerien und Beh├Ârden gegen Geb├╝hr weiter Updates bekommen k├Ânnen, w├╝rden im laufenden Jahr "ca. 800.000 Euro" f├Ąllig, hei├čt es in einer Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der Gr├╝nen-Bundestagsfraktion, wie das "Handelsblatt" berichtet. Laut den Angaben sind die Beh├Ârden und Ressorts f├╝r eine "zeitgerechte" Umstellung auf Windows 10 selbst verantwortlich. Genau dieses sogenannte Ressortprinzip sei den Steuerzahlern schon "oft auf die F├╝├če gefallen", sagte Holznagel. "Es hapert an einer effektiven ressort├╝bergreifenden Abstimmung, jedes Ministerium werkelt bei der IT f├╝r sich allein", so der Steuerzahlerbund-Pr├Ąsident.

dts Nachrichtenagentur
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