Samstag, 8. August 2020


Spargelernte bricht deutlich ein

Lebensmittel

20 Juli 2020 09:17 Uhr

  • über dts Nachrichtenagentur

    Spargel

    Foto Quelle:über dts Nachrichtenagentur

Wiesbaden: Die Ernte von Spargel in Deutschland fällt in diesem Jahr voraussichtlich um 19 Prozent niedriger aus als im Vorjahr. Insgesamt liegt die Erntemenge von Spargel deutschlandweit bei rund 106.400 Tonnen, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) nach einer vorläufigen Schätzung am Montag mit. In den letzten sechs Jahren konnten durchschnittlich rund 123.700 Tonnen Spargel pro Jahr geerntet werden.

Der diesjährige Wert liegt 14 Prozent unter diesem Durchschnitt. Dieser Rückgang ist den Statistikern zufolge "wahrscheinlich auch darauf zurückzuführen, dass in Folge der Corona-Pandemie in einigen Regionen ausländische Erntehelferinnen und Erntehelfer fehlten und somit nicht alle Spargelflächen abgeerntet werden konnten". Mit 26.600 Tonnen (-5 Prozent gegenüber 2019) wurde der meiste Spargel in Niedersachsen gestochen, gefolgt von Brandenburg mit 19.100 Tonnen (-12 Prozent gegenüber 2019) und Nordrhein-Westfalen mit 18.600 Tonnen (-17 Prozent gegenüber 2019). Die im Ertrag stehende Anbaufläche von Spargel nahm gegenüber 2019 um knapp 5 Prozent ab und umfasst deutschlandweit gut 21.900 Hektar. Neben dem Spargel wird auch die Erdbeerernte im Freiland voraussichtlich deutlich geringer als im Vorjahr ausfallen. Mit 99.000 Tonnen wäre sie um 13 Prozent niedriger, so das Bundesamt. Gegenüber dem Durchschnitt der letzten sechs Jahre in Höhe von 132.800 Tonnen beläuft sich der Rückgang den Schätzungen zufolge auf gut 25 Prozent. Eine Rolle spielten hierbei unter anderem Spätfröste und Trockenheit im Frühjahr, die regional die Blüten schädigten, sowie die Abnahme der ertragsfähigen Anbaufläche im Freiland auf bundesweit 10.800 Hektar (-7 Prozent gegenüber 2019) – die geringste Fläche seit 2003. Die größte Erntemenge von Erdbeeren im Freiland wird mit 25.400 Tonnen in Niedersachsen erwartet, vor Baden-Württemberg mit 18.400 Tonnen und Nordrhein-Westfalen mit 15.500 Tonnen.

dts Nachrichtenagentur
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