Dienstag, 5. Dezember 2023


Steuereinnahmen im Oktober gesunken

Steuern

21 November 2023 00:00 Uhr

  • ĂŒber dts Nachrichtenagentur

    Finanzamt (Archiv)

    Foto Quelle:ĂŒber dts Nachrichtenagentur

Berlin: Bund und LĂ€nder haben in Deutschland im Oktober weniger Steuern eingenommen als im Vorjahr. Unterm Strich sank das gesamte Steueraufkommen um 0,6 Prozent, heißt es im neuen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums, der am Dienstagmorgen veröffentlicht wird. WĂ€hrend die Einnahmen aus der Umsatzsteuer - im Oktober und auch auf Jahressicht der grĂ¶ĂŸte Einzelposten - um 2,5 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahresmonat zulegten, gab es bei der Lohnsteuer - der zweitwichtigsten Steuer - nach Abzug der Kindergelderstattung ein dickes Minus von 8,3 Prozent, und brutto immerhin noch "um rund 4,5 Prozent", wie es hieß; Der relativ starke RĂŒckgang sei durch eine starke Vergleichsbasis verursacht worden, die maßgeblich mit der Versteuerung der aus Lohnsteueraufkommen vom September 2022 ausgezahlten Energiepreispauschale (EPP) zusammenhĂ€ngen dĂŒrfte, so das Ministerium.

Die gedĂ€mpfte konjunkturelle Entwicklung hĂ€tten das Aufkommen der Lohnsteuer nicht beeintrĂ€chtigt: ErwerbstĂ€tigkeit und sozialversicherungs- pflichtige BeschĂ€ftigung waren zuletzt weiterhin auf hohem Niveau relativ stabil. Auch die Einnahmen aus Einkommensteuer und Körperschaftsteuer sanken, uns zwar um 16,2 und 85,2 Prozent, sie spielen in dieser Jahreszeit allerdings keine große Rolle. Ein krĂ€ftiger Anstieg gegenĂŒber dem Vorjahresmonat war dagegen im Oktober bei den Einnahmen aus der Abgeltungsteuer auf Zins- und VerĂ€ußerungsertrĂ€ge zu verzeichnen. Die Einnahmen lagen um 133 Prozent höher als im Oktober 2022. Dies ist bereits der fĂŒnfte Monat in Folge mit einem deutlichen Anstieg gegenĂŒber dem Vorjahresmonat. Der Aufkommenszuwachs dĂŒrfte nicht nur auf volatile VerĂ€ußerungserlöse, sondern maßgeblich auch auf das spĂŒrbar gestiegene Zinsniveau zurĂŒckzufĂŒhren sein, so das Ministerium. Die Bundesregierung rechnet fĂŒr 2023 mit einem Steuerplus von 2,2 Prozent gegenĂŒber 2022, in den ersten zehn Monaten liegt das Plus unterm Strich bei 2,3 Prozent.

dts Nachrichtenagentur
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