Freitag, 24. Mai 2019


Umfrage: Kunden warten im Schnitt zehn Wochen auf Handwerker

Arbeitsmarkt

14 Mai 2019 19:58 Uhr

  • über dts Nachrichtenagentur

    Fliesenleger

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Berlin: Kunden müssen laut einer aktuellen Umfrage im Schnitt fast zehn Wochen auf einen Handwerker warten. Das geht aus der Frühjahrsbefragung des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) unter seinen Mitgliedsunternehmen hervor, über die das "Handelsblatt" (Mittwochsausgabe) berichtet. "Im Gesamthandwerk dauert es inzwischen im Durchschnitt fast zehn Wochen, bis ein Auftrag erfüllt werden kann", heißt es darin.

In den Bau- und Ausbauhandwerken müssten die Kunden sogar 14,5 beziehungsweise fast elf Wochen, bei den gewerblichen Zuliefererbetrieben 11,5 Wochen bis zur Auftragsrealisierung warten, so der Verband. Ursache sei die gute Konjunkturentwicklung. Die Auftragsbücher seien nach wie vor gut gefüllt. "Für das laufende Jahr erwarten wir einen Umsatzanstieg von bis zu vier Prozent", heißt es in dem Ergebnis der ZDH-Befragung im ersten Quartal des laufenden Jahres. 57 Prozent der Betriebsinhaber hielten demnach die aktuelle Geschäftslage für gut, nur acht Prozent für schlecht. Besonders gut läuft es am Bau und beim Ausbau: 95 Prozent der Betriebsinhaber sprechen laut der Umfrage von einer guten bis befriedigenden Geschäftslage. Bei der Bewertung der Umsätze habe es in einem ersten Quartal noch nie bessere Werte gegeben. Auch "in absehbarer Zeit" sei nicht damit zu rechnen, "dass der Konjunkturmotor im Handwerk ins Stocken gerät oder gar abgewürgt wird", heißt es in der ZDH-Befragung weiter. Auch 2019 stellten die Betriebe weiter zusätzliche neue Mitarbeiter ein, voraussichtlich rund 30.000. Gerne würden die Betriebe ihr Personal noch stärker aufstocken, aber es finde sich nicht für alle offenen Stellen geeignetes Personal, heißt es in der ZDH-Befragung, über die das "Handelsblatt" berichtet. Das realisierte Stellenplus werde daher auch 2019 hinter den eigentlichen Einstellungsplänen und -wünschen der Betriebe zurückbleiben. Geschuldet sei das dem fortgesetzten Fachkräftemangel.

dts Nachrichtenagentur
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